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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Nickelallergie

Auf Grund verschiedener Allergie-Erkrankungen durch metallische Abscheidungen durch das Metall Nickel bei Weißgoldlegierungen, Vernickelungen bei Unedelmetallen hat man sich entschlossen, eine gesetzliche Bestimmung im Bereich des Lebensmittelgesetzes § 29 1975, BGBl. Nr. 86., geändert BGBl. I Nr. 157/1999 zu verordnen:
§ 1. Es ist verboten, nickelhältige Gebrauchsgegenstände, die nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen (§6lit.f LMG 1975), wie
1.Schmuck,
2. Uhren (Gehäuse, Bänder, Spanner),
3. Brillengestelle,
4. Knöpfe, Nieten, Schnallen, Reißverschlüsse und Metallmarkierungen, wenn sie in Kleidungsstücken verwendet werden zu produzieren und in den Verkehr zu bringen, sofern die Nickelfreisetzung von den Teilen dieser Gebrauchsgegenstände, die nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen, 0,5 µ / cm² / Woche Nickel übersteigt.
§ 2. Es ist verboten, nickelhältige Gebrauchsgegenstände gemäß §1 in Verkehr zu bringen, die eine Nickelbeschichtung haben, es sei denn, diese Beschichtung reicht aus, um sicherzustellen, dass die Nickelfreisetzung von den Teilen dieser Gebrauchsgegenstände, die nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen, 0,5 µ /cm² / Woche Nickel für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren bestimmungsgemäßer Verwendung des Produkts nicht übersteigt.
§ 3. Es ist verboten, nickelhältige Ohrstecker oder gleichartige Erzeugnisse in Verkehr zu bringen, die dazu bestimmt sind, bis zur Ausheilung des Wundkanals im menschlichen Körper zu verbleiben. Ausgenommen sind jene, die homogen sind und deren Nickelgehalt unter 0,05 % liegt.
§ 4. Zur Untersuchung der Abgabe von Nickel gemäß dieser Verordnung sind die in den als ÖNORMEN veröffentlichen harmonisierten Europäischen Normen EN 1810, EN 1811 und EN 12472 bekanntgegebenen Untersuchungsverfahren anzuwenden.
§ 5. Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Nickelverordnung, BGBl. Nr. 592/1993, außer Kraft.
§ 6. (1) Nickelhältige Gebrauchsgegenstände, die nicht dieser Verordnung, jedoch den bisher geltenden Bestimmungen entsprechen, dürfen bis 20. Juli 2000 in Verkehr gebracht und bis 20. Juli 2001 in Verkehr belassen werden.
(2) Nickelhältige Gebrauchsgegenstände, die nicht dieser Verordnung, jedoch den bisher geltenden Bestimmungen entsprechen und vor dem 20. Jänner 2000 in Verkehr gebracht wurden, dürfen bis zum Abbau der Bestände in Verkehr belassen werden.
§ 7. Durch diese Verordnung wird die Richtlinie 94/27/EG Abl. L. 188 vom 22. Juli 1994 in österreichisches Recht umgesetzt.


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