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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Fasern

Die Scheideanstalt C. Hafner kreierte 1998 ein neues Halbzeug für neue Schmuckgefühle. Die feinen Goldlegierungsfasern werden im "Schmelzextraktionsverfahren" hergestellt. Dabei rotiert eine profilierte Metallwalze über einem Schmelzbad und zieht sehr dünne Schmelzfäden aus der Schmelze heraus. Diese erstarren an der Walzenkante zu Fasern und werden durch Fliehkraft von der Walze abgetrennt. Form, Durchmesser und Länge der Fasern sind in gewissen Toleranzen durch das Profil bzw. die Umdrehungsgeschwindigkeit der Walze einstellbar. Die Fasern werden in zwei Varianten angeboten: lose und als Matten. Diese werden durch Sintern in 750/000-Gold hergestellt. Lose Fasern hingegen lassen sich mit anderen Metallen durch Sintern, Löten oder Anschmelzen verbinden. Durch den Einschluss in transparente Hohlkörper kann Bewegung in Schmuckstücke gebracht werden - Schmuck in Motion. Die Fasermatten können gebogen, gewalzt und aufgetieft werden. Auch das Löten, Klemmen, Nieten und Fassen ist möglich.
Wie leicht "Fasern" als Halbzeug sein können, zeigt folgendes Beispiel: Fasermatte 100 x 150 mm je nach Farbe und Feingehalt ca. 42 g. Massives Goldblech mit den gleichen Maßen 230 g.


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