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Drücken Materialumformung im Rotationsverfahren durch punktförmigen Kraftangriff an der rotierenden Platine. Über Holz- oder Metallfutter wird diese aus der Ebenenform in die Endform gebracht. Durch das Drücken wird auch die mühselige Aufzieharbeit teilweise verdrängt. Korpuswaren aus Silber, Gold oder anderen Metallen werden durch das Drücken vorgefertigt und durch Hämmern überarbeitet. Das gleiche ist bei Flacharbeiten durch Pressen zu beobachten.
Drücken wird auch als "Forcieren" bezeichnet. Bekannt seit der Römerzeit. In dieser Technik werden maschinell vorwiegend seit Beginn des 19. Jh. runde hohle Gegenstände hergestellt. Ausgangsmaterial ist eine runde Scheibe aus Silberblech (Ronde), die zusammen mit einem Holzmodell (Futter) in eine Art Drehbank eingespannt wird. Man presst nun entweder von Hand mit einem Drückstahl oder automatisch das schnell rotierende Blech gegen das Holzfutter. Das Blech nimmt dabei dessen Form an. Beim automatischen Drücken werden die Werkzeuge über ein Modell des fertigen Teils gesteuert.
Entsprechend dem Arbeitsablauf können auf diese Weise keine reliefartig verzierten Teile gefertigt werden. Im Normalfall werden rotationssymmetrische Teile gefertigt, es sind aber auch eckige Grundformen möglich. Die Begrenzungen des Verfahrens liegen in der Lösbarkeit des Futters nach dem Drücken, größere Teile (Bodenvasen) werden in mehreren Einzelstücken gedrückt und dann zusammengelötet. Das Drücken erfordert große Geschicklichkeit und "Fingerspitzengefühl", da das Material leicht zu dünn werden kann und dadurch "reißt". Unter Drücken versteht man fälschlicherweise auch die Technik des Pressens.
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