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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Dukat

Bekannteste venezianische Münze um 1284. Zecchine oder Dukat nach dem Ducatus Venetus, dem Herzogtum Venedig genannt. Der Name leitet sich auch aus der Münzschrift von der Reversseite ab: " Sit tibi Christe datus quem tu regisste ducatur"; Führe du, Christus, die Herrschaft über dieses Reich. Ein altes beliebtes Zahlungsmittel in Gold ohne Währungseinheit.
Es gibt verschiedene Auslegungen des Begriffes. Eine weitere lautet:
Dukat, von lat. ducatus, "Herzogtum", eine in der Republik Venedig nach dem Beispiel des Florentiner - Floren seit 1284 geprägte Goldmünze, die auch "zecchino" genannt wurde (Zechine). Am Avers ist Jesus mit Mandorla dargestellt, am Revers der hl. Markus, wie er den vor ihm knienden Dogen mit der Fahne belehnt. Der Name Dukat ist aus der Umschrift der Vorderseite entnommen: "Sit tibi, Christe, daturs, quem tu regis iste ducatus" (Dir, Christus, sei dies von dir regierte Herzogtum dargebracht). Der Wortlaut findet sich erstmals auf einer 1140 von Herzog Roger II. von Apulien geschlagenen Münze. Nach anderen Quellen soll die Bezeichnung Dukat auf "Dukas", den Beinamen der byzantin. Kaiser Konstantin X. (reg. 1059-67) und seines Sohnes Michael (reg. 1071-78), zurückgehen, deren Goldmünzen während der Kreuzzüge weit verbreitet waren. Der Dukat wurde in Venedig in der gleichen Ausführung bis zum Ende der Republik, 1797, geprägt . Durch die regen Handelsbeziehungen Venedigs gelangte das Goldstück in viele Länder und erfreute sich so großer Beliebtheit, daß viele Nachahmungen entstanden. Seit 1559 war der Dukat die Hauptgoldmünze des Hl. Römischen Reiches. Nach der Reichsmünzordnung sollten 67 Dukaten eine kölnische Mark wiegen und die Feinheit 23 2/3 Karat (= 986 1/9 Tausendstel) sein. Die Prägung des holländischen Dukaten begann 1586 (letzte Prägung 1925 in Utrecht). In Russland und Polen wurden die holländischen Dukaten bis 1868 nachgeprägt. Von der letzten Ausgabe des in der Österr.-ungar. Monarchie bis 1914 geprägten Dukaten werden in Österreich noch heute Nachprägungen hergestellt. Für die 3,49 Gramm schweren Münzen wird Gold mit dem höchsten Feingehalt verwendet (23,5-23,66 Karat) = 986/000 f Dukatengold.
Österr. Golddukaten:
Groß- oder Vierfachdukat
Fgh = 986/000
Rgw = 13,963 g
Fgw = 13,769
Prägedatum = 1915 (Nachprägung)
Durchmesser = 39 mm
Klein- oder Einfachdukat
Fgh = 986/000
Rgw = 3,490 g
Fgw = 3,442 g
Prägedatum = 1915 (Nachprägung)
Durchmesser = 20 mm
Münzfuß
1 Dukat = 3,4908 g Rgw, Einheit = 1000g,
daher
1000 : 3,4908 = 286,45 Dukaten
Nachprägung: Jahreszahl 1915
Von einem Originaldukat spricht man wenn das Prägedatum vor 1915 war (1852 bis 1914).


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