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Sheffield-Plate Darunter verstand man in England das Silber des kleinen Mannes.
Durch drastische Veränderungen in der soziologischen Struktur wurde den englischen Goldschmieden eine neue Käuferschicht beschert.
Die Erfindung von Sheffield-Plate im Jahr 1742 war von tiefgreifender Bedeutung.
Silberfolien (dünne Platten) wurden auf Kupferbleich aufgewalzt und durch Druck mit dem Kupferkern verbunden.
Erfinder: Thomas Boulsover (1704 bis 1788).
Silbergeräte aus Sheffield-Plate wurden hergestellt von:
Thomas Boulsover 1743 bis 1762. J. Wilson in Form von Schmuckknöpfen, Dosen und Schnallen. Joseph Hannock 1762 bis 1764 in Form von Teekannen, Tabletts, Leuchter und anderen Geräten. Matthew Boulton ab 1764 Haushaltsgeräte, aber auch Schnallen, Degengriffe, Schnupftabakdosen. Er war der wichtigste Produzent von Sheffield-Plate.
Sheffield-Plate-Verhältnis: ............................... Silber : Kupfer
a) Zu Beginn der Produktion .................................................... 1 ........ 10
b) In der Hauptproduktionszeit ................................................. 1 ........ 60
Ab 1770 wurden beide Seiten plattiert.
Erkennungsmöglichkeiten:
Bei abgegriffenen und abgescheuerten Objekten scheint der Kupferkern durch.
Bei Betupfen mit 18 kt. Prüfsäure ist die Reaktion bei abgetragenen Stellen ein heftiges, grünliches Aufschäumen.
In späterer Zeit wurde nicht nur auf Kupfer, sondern auch auf Stahl plattiert (Firma William Huttton in Birmingham).
Ab zirka 1840 gibt es das Verfahren des Elektroplattierens (Alpaka mit Silberüberzug).
Unterscheidung mittels verdünnter Salpetersäure:
Altes Sheffield-Plate wird blau, elektroplattiertes Silber verfärbt sich nicht.
Vorsicht beim Betupfen mit Silberwasser - Reaktion wie bei hochfeinem Silber!
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