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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Haidingerlupe

Ein Dichroskop. Dieses Gerät wird benutzt, um den Pleochroismus bei Steinen festzustellen (siehe: Pleochroismus)

Der Wiener Mineraloge Karl Ritter von Haidinger, geboren am 5. Februar 1795 in Wien, studierte Mineralogie unter Friedrich Mohs und gründete in Edinburgh die bekannte "R. Allan's Mineralcollection'. Er war ein vielgereister Mann und lernte dadurch auch viele andere Mineralogen der damaligen Zeit kennen. 1840 wurde er Direktor des Mineralienkabinetts in Böhmen.

Eine seiner wichtigsten Erfindungen war das Dichroskop, welches er 1845 in Prag der Öffentlichkeit vorstellte.

Voraussetzung zur Entwicklung des Dichroskopes bzw. zur Haidingerischen Lupe war der 1828 von William Nicol (1768 - 1851) vorgestellte Apparat zur Erzeugung von polarisiertem Licht. Nicol entdeckte die starke Doppelbrechung des Calcites und zersägte einen isländischen Calcit in bestimmter Orientierung (der einfallende Lichtstrahl wird in zwei zueinander senkrecht schwingenden Strahlen aufgespaltet) und kittete die beiden Teile mit Kanada Balsam (n= 1,54) wieder zusammen. Der ordentliche Lichtstrahl mit n = 1,66 (Calcit) wird am Balsam total reflektiert und tritt seitlich aus dem Kristallstück aus. Der außerordentliche Strahl durchdringt den Balsam, da er eine kleinere Lichtbrechung (in Calcit) von n = 1,52 hat, und durchläuft das Calcitstück in Richtung des auffallenden Strahls. Der heraustretende Strahl besteht daher aus polarisiertem Licht, das nur in einer bestimmten Richtung schwingt. Der Vorläufer unseres Dichroskopes ist somit das „Nicol'sche Prisma“.


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