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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Alchemie

Alchemie vom arabischen Wort al-kimiya

Die vermeintliche Goldmacherkunst oder Schwarzkunst, die Chemie des Mittelalters. Der Alchemist wollte in seinem Labor das Wachstum des Goldes in der Erde nachahmen, da die Grundlage der Alchemie die Überzeugung war, dass alle Dinge leben und wachsen.

Schreibweisen: Alchimia, Alchymie, Alchimie, Alchimei u.e.m.

Für die Herkunft des Namens gibt es verschiedene Ansätze:

  • Al (arab.) = Gott (der Allmächtige)
  • chymia (griech.) = Schmelzung,
  • der Engel Chemes = hat den Menschen die Chemie gebracht
  • keme oder chemi (ägyt.) = das Schwarze; die schwarze fruchtbare Erde des Nilufers
Die Alchemie ist das erarbeitete Wissen über die Veränderbarkeit und Verwandtschaft von Stoffen bei den Ägyptern. Wurde von den Arabern nach Europa übermittelt. Das Mittelalter war die Hochblüte der Goldmacherkunst. Die Alchemisten nahmen an, dass alle Metalle aus Schwefel und Quecksilber bestehen. Gold, dachte man, sei reines Quecksilber und erhalte durch eine kleine Prise Schwefel seine gelbe Farbe. Deshalb glaubte man, Quecksilber sei Hauptbestandteil vom "Stein der Weisen".

Der erste biographisch nachweisbare Alchemist war der Ägypter Zosimos von Panopolis, der im 3. und 4. Jh. in Alexandria lebte.

Einer der bedeutendsten Alchemisten des Mittelalters war der englische Franziskanermönch Roger Bacon. Sein Ziel, Gold herzustellen erreichte er nie, aber ihm gelang die Herstellung des Schwarzpulvers.

Zu einem der bekanntesten Alchemisten gehörte Paracelsus, Theophrastus Bombastus Aureolus Philippus von Hohenheim, wie er wirklich hieß.

Zu einem der größten Alchemisten zählt Isaac Newton, 1643 in England geboren. Sein Name steht am Beginn der exakten Wissenschaften. Er war ein genialer Mathematiker und Erfinder, wenn nicht sogar der größte Physiker überhaupt. Seine umfangreichen alchemistischen Studien hielt er aber unter Verschluss. Erst 1936, mehr als 200 Jahre nach seinem Tod, stießen Historiker auf Notizen in seinem Nachlass, die seine alchemistischen Experimente belegen. Er hantierte in seinem Labor mit Quecksilber, einem der giftigsten Metalle, mit Blei, Antimon und Arsen.

Die Chemie der Jetztzeit verdankt der Alchemie zahlreiche Verfahren und Entdeckungen, z.B. Legieren, Schmelzen, Löten, Destillieren, Filtrieren chemischer Normen usw.


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