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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Verneuil, August

August Verneuil (1856-1913)
Den Stein der Weisen fand der Mensch nie, aber Edelsteine im Labor...
Französischer Chemiker, schaffte 1890/91 in seinem Pariser Labor den entscheidenden Durchbruch in der verfahrenstechnischen Entwicklung zur synthetischen Herstellung von Edelsteinen. Kristallzüchtung durch Flammenschmelzen, bzw. Schmelztropfverfahren. Synthetische Edelsteine werden heute noch nach der Verneuil-Synthese, bzw. dem Verneuil-Verfahren hergestellt, welches Verneuil 1902 veröffentlichte. Seit 1954 werden sogar Industriediamanten nach diesem Verfahren hergestellt.

Die Erfindung galt der synthetischen Herstellung von Rubin, die Auguste Verneuil anfangs produzierte. 1910 folgten synthetische Saphire, später farblose Korunde, die Diamondit genannt wurden, sowie gelbe, grüne und alexandritfarbige. Heute wird das Verneuil-Verfahren hauptsächlich zur Herstellung von Rubinen und Korunden genutzt.

Um Farben zu erzeugen, werden entweder Oxide oder metallische Salze hinzu gegeben: z.B. Chrom für Rot, Nickel für Gelb.


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