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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Feuerprobe

"Dokimatische Probe" oder "Kupellationsverfahren". Chemische Analyse des Feingehaltes. Wird nur bei Goldlegierungen angewendet. Eine 100%ige Prüfmethode.
Arbeitsverfahren in einfacher Übersicht:

  • a) Einwaage: zwei Proben, zweimal 250 Milligramm vom Probegut auf einer Analysenwaage einwiegen;
     
  • b) Quartieren: Um anschließend das Silber mit Salpetersäure herausgelöst werden kann, wird zirka die dreifache Menge Feinsilbers als Verstärkung beigegeben. Die beiden Proben werden mit der entsprechenden Silberquarte in dünne Bleifolien eingewickelt und auf nummerierte Schalen gegeben.
     
  • c) Bleischwere: bezieht sich auf die Bleifolien, die man benötigt, um die unedlen Metalle abtreiben zu können, wobei man die achtfache Menge des zu ermittelnden Fgh braucht.
    1 Bleischwere zirka 8 Gramm.
    Bis zu 750/000 = 1 Bleischwere, 750/000-900/000 = 1/2 Bleischwere
    Ab 900/000 = 1/4 Bleischwere.
     
  • d) Treibprozess: In einem Muffelofen auf einem porösen Tiegelchen (Kupelle) aus Magnesiaoxid wird die verstärkte Legierung einem Treibprozess unterworfen. Das Blei oxidiert zusammen mit den unedlen Metallen und wird teilweise vom Tiegelchen eingesaugt oder es verdampft. Der Prozess ist dann beendet, wenn der blauweiße Glanz des Silbers = "Silberblick" zu erkennen ist.
    Nach dem "Abblicken" erfolgt das Feinbrennen, bis am Korn eine kleine Delle sichtbar ist.
     
  • e) Laminieren: auch Strecken, das Gold-Silberkorn wird mit einem Laminierhammer vorbearbeitet, dünn ausgewalzt, geglüht, zusammengerollt, in einen Solvierkolben gegeben und zuerst in 24gradiger, dann in 33gradiger Salpetersäure gekocht. Man nennt dies das Scheiden des Silbers vom Gold.
     
  • f) Auswaage: Die beiden zusammengehörenden Röllchen aus Feingold werden gewogen. Der Fgh wird nach folgender Formel berechnet: Auswaage / Einwaage = Fgh


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