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Platinvorkommen Außer einem Metallgefäß aus der Zeit des 7. Jahrhunderts v. Chr. ist es im Nahen und Fernen Orient, in Europa zur Zeit der Antike und des Mittelalters nahezu unbekannt. Das gefundene Gefäß zeigt Platin als Tauschiermetall. Um 1492 kannten die Südamerikaner schon das Platin. Fundgegenstände aus dem heutigen Ecuador in Form von Gold-Platin und Silber. 1741 lernte es der Engländer Wood zum erstenmal kennen. Die Spanier verstanden es als erste, das schwierige Metall mit bestimmten Flussmitteln zu schmelzen. Man spricht auch von einer riesigen Sonnenlinse. Die Spanier brachten das Metall nach Europa, ohne zu wissen, dass noch fünf andere Metalle damit verbunden waren. In Europa diente das Platin bis 1900 zu Verfälschungen von Goldmünzen.
1828 wurde in Russland die erste Platinmünze geprägt, 1845 wieder eingezogen.
Mit dem Zeitalter der Vorindustrialisierung um 1850 konnte man mit Hilfe von Knallgas das Platin schmelzen und von seinen Begleitmetallen auch chemisch trennen. Somit begann der Wert so zu steigen, daß er den des Goldes um das Achtfache übertraf. Mit der Ausbeutung der afrikanischen Lagerstätten begann der Preisrückgang:
1926 Abbau der afrikanischen Lagerstätten,
1927 und 1928 nur mehr der vierfache Goldwert,
1929 der dreifache Goldwert,
1930 der eineinhalbfache Goldwert.
Erst 1959/60 stieg der Platinpreis wieder an.
Die größten Platinvorkommen befinden sich heute in der Nähe von Johannesburg. In Rastenburg befindet sich die größte Platinfundstätte der Welt, das Merensky-Riff. (Nach dem Geologen H. Merensky.) Jährliche Platinproduktion 85 Tonnen weltweit, das entspricht vier Würfel von 1,6 m Kantenlänge. Im sowjetischen Diamantenfonds wird ein Platinklumpen von 5918,4 g aufbewahrt, der im Ural gefunden wurde.
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