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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Aquamanile

Man bezeichnet damit ein mittelalterliches Gießgefäß zur Handwaschung für liturgischen und profanen Gebrauch. Genauer ist es die Schale, in der das über die Hände gegossene Wasser aufgefangen wurde. Da die Schalen meist verlorengegangen sind, wurde der Ausdruck auf die Gießgefäße übertragen, die sich in reicher Zahl aus dem 12. bis 15. Jahrhundert erhalten haben. Sie sind aus Bronze oder Messing gegossen und stellen Tiere und Fabelwesen, wie Greifen oder Löwen, die wohl durch orientalische Vorbilder angeregt wurden, dar. Aquamanilen können versilbert oder vergoldet sein.


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