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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Probesäuren

Dienen zur Überprüfung des Feingehalte bei den Gold-, Silber- und Platinstrichproben. Sind in Fläschchen mit eingeschliffenem Glasstöpsel aufzubewahren, um sie vor Verdunsten, Verunreinigung und direkter Sonnenbestrahlung zu schützen und alljährlich zu erneuern. Wirkt am besten bei Zimmertemperatur. Die Zusammensetzung der Säuren ist auf die Zusatzmetalle der zu prüfenden Gegenstände abgestimmt. Man unterschiedet:

  • Neugoldsäure, bis zu 400/000 mit 2 T Salpetersäure, 3 T dest. Wasser.
    14-kt Säure, von 500/000 bis 670/000 mit 100 T Salpetersäure, 100 T dest. Wasser.
    18-kt Säure, von 670/000 bis 840/000 mit 100 T Salpetersäure, 2 T dest. Wasser.
  • Medaillensäure, über 840/000 mit 121 T Salpetersäure, 9 T Salzsäure, 50 T dest. Wasser.
  • Silberprüfsäure, von 925/000 bis 800/000 mit 3 g Feinsilber in 1411 ccm Salpetersäure gelöst, 25 ccm Eisessig, 30 ccm dest. Wasser.
  • Rote Silberprüfsäure, von 925/000 bis 800/000 mit 3 T Kaliumbichromat, 4 T Schwefelsäure, 32 T dest. Wasser.
  • Platinprüfsäure 950/000 9 T Salpetersäure, 24 T Salzsäure, 3 T dest. Wasser, 9 g Kaliumnitrat.


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