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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Quecksilber

Lat. Hydragyrum = flüssiges Silber. 

Quecksilber ist ein flüssiges, silbrig-glänzendes Schwermetall. Es ist neben Brom das einzige Element, das noch bei Raumtemperatur flüssig ist. Erst bei -39°C wird es fest. Im Mittelalter wurde es zu den Edelmetallen gezählt. Man nannte es auch flüssiges Silber oder Mercury. Nach Untersuchungen müssen die Chinesen Quecksilber und Zinnober (Quecksilbersulfid) seit 2500 vor Christus gekannt haben.

Schmucktechnische Bedeutung nur bei der Feuervergoldung und Feuerversilberung. 

  • Chemisches Zeichen: Hg.
  • Dichte: 13,6 flüssig, 14,2 fest.
  • Schmelzpunkt: -38,9 Grad Celsius.
  • Lösung: in heißer Schwefelsäure, Königswasser und verdünnter Salpetersäure - löst alle Metalle außer Kobalt, Eisen und Nickel.
  • Verwendung: Medizin und Technik - Auszug von Gold und Silber aus ihren Erzen.

Quecksilberdämpfe und Salze sind äußerst giftig, daher besondere Vorsicht. Eingeatmetes Quecksilber verbleibt lange im menschlichen Körper und wird nur sehr langsam durch den Harn wieder ausgeschieden.
Anfang des 16. Jh.
widmete auch Paracelsus diesem Element viel Aufmerksamkeit.

Folgen einer Quecksilbervergiftung können sein: Zahnfleischbluten, Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Durchfall, eine Schädigung des Gehirns und der Nieren, schwere Schädigung des Nervensystems und eine Schädigung des Erbgutes.

Erste Hilfe: Erbrechen erregen, Tierkohle, Abführmittel, Arzt. 


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