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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Säuren

Entstehen durch eine Verbindung von einem oder mehreren Atomen Wasserstoff mit Nichtmetallen oder Nichtmetalloxiden. Säuren spielen bei der Herstellung von Schmuckwaren im Hintergrund eine wesentliche Rolle.
Die gebräuchlichsten:
Flusssäure:(gefährlichste Säure) ätzt Glas, entfernt Emailreste, reinigt Gussbäume von der Einbettmasse.
Königswasser(Säuregemisch von 3 Teilen Salzsäure, 1 Teil Salpetersäure): löst Gold und Platin.
Salpetersäure(Scheidewasser): trennt Silber von Gold, löst Messing- und Kupferfuttermaterial, Hauptbestandteil der Goldprüfsäuren, Gelbbrennen und Färben von Goldlegierungen, für Königswasser.
Salzsäure(Salzgeist): Beiprodukt bei den Prüfsäuren, für Königswasser, für Lötwasser, löst Eisen, Zink, Zinn und Aluminium.
Schwefelsäure(Vitriolöl): Schwefelsäure + Wasser 10 : 1 = Sud (Beize), löst Silber, Hauptbestandteil der roten Silberprüfsäure, Weißsieden bei Silberwaren.


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