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Paternosterkette

Pater noster: so beginnt in lateinischer Sprache das Vater Unser.

Paternosterkette, oder kurz Paternoster, ist ein alter Name für den heutigen Rosenkranz (Paternoster heißen auch die alten Aufzüge, von denen es nur noch wenige gibt).

Die Paternosterketten des 18. Jh. bestanden meist aus zehn röhrenförmig zusammengebogenen und auf einer Kordel oder einem Riemchen aufgefädelten Silbermünzen und einer geringelten Münze oder Medaille als Anhänger. Im Frühmittelalter diente die Paternosterkette als Gebetsschnur.

Paternosterketten im 19. Jh. bestanden aus Bernstein, später dann auch aus Elfenbein, Jett, Holz, Koralle, Jade, Rosenquarz oder Perlmutter. Diese Materialien wurden in eigenen Pasternosterdrechslereien zu Kugeln oder Perlen gefertigt.

Diese Paternosterdrechseleien besaßen schon in der zweiten Hälfte des 14. Jh. eine eigene Zunft (siehe auch: Paternostermacher).

Die Kugeln/Perlen sind in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet:
Im geschlossenen Teil des Kreises befinden sich je fünf 10er Gruppen, wobei die eng nebeneinander liegenden Perlen jeweils ein "Gegrüßet seist du Maria" bedeuten.
Zwischen den sogenannten "Geheimnissen" (einer Zehnergruppe) wird jeweils ein "Vater unser" gebetet. (Eine Perle mit großem Abstand.)
Am freien Teil der Gebetsschnur befindet sich das Kreuz, mit dem beim Gebet begonnen wird. Es bezeichnet das Glaubensbekenntnis. ("Ich glaube an Gott ...")


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