Bekleidung von Figuren. Der in der Gotik entstandene Brauch, Statuen, vor allem * Gnadenbilder, mit kostbaren Gewändern zu bekleiden, hielt sich im katholischen Bereich bis zum Ende der Barockzeit. Besonders häufig wurden die mit dem Jesuskind dargestellten Figuren der Maria bekleidet und die Prunkgewänder mit Goldfäden bestickt sowie mit Perlen, * Schmucksteinen oder * Similisteinen verziert. Oft stellte man für die gleiche Figur verschiedene Kleider her, dem jeweiligen Anlass entsprechend (Weihnachten, Ostern usw.) Alte Nachlassschriften geben zu erkennen, dass es üblich war, aus wertvollen Stoffen bestehende Kleider einer speziellen Marien- oder Heiligenfigur (z. B. Namenspatronin) einer Kirche zu vererben. Zumeist wurde auch der für die Umänderung der Gewandung nötige Geldbetrag hinterlassen.


« Bekenner

Bekrönung »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.