Bérain, Jean d. Ä. (1637-1711), französischer Architekt und * Kupferstecher, Sohn eines lothringischen Büchsenmachers.

Seine * Ornamentstiche beeinflussten die * Régence und den * Louis-quatorze-Stil. Bérain gilt als Schöpfer des so genannten * Bandelwerks, des für die Régence charakteristischen Dekorelements. 1674 löste Bérain den nach dem Tod Colberts in Ungnade gefallenen * Le Brun als königlicher Kammer- und Kabinettzeichner (dessinateur de la Chambre et du Cabinet du Roi) ab. U. a. schuf Bérain Dekorationen für Feste und entwarf Kulissen für Theateraufführungen. Manchmal werden die Arbeiten Bérains mit denen seines Sohnes, Jean B. d. J. (1678-1726), verwechselt. Vom jüngeren Bérain stammen z. B. die 1710 entstandenen Ornamente der Apollongalerie des Louvre in Paris. Bérain war mit Boulle verwandt (* Boullearbeit) und erhielt wie dieser das Privileg, im Louvre zu wohnen. Jaques Thuret, der Schwiegersohn Bérains, war königlicher Uhrmacher; er lebte gleichfalls im Louvre und veröffentlichte nach dem Tod Bérains den * Traktat "OEuvre des Jean Bérain".


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