Beschneidung Jesu, dem jüdischen Kultus entsprechend, wurde die * Beschneidung, verbunden mit der Namensgebung und der Aufnahme in das Volk Israel, am achten Tag nach der Geburt vorgenommen (* Lukas 2, 21).

Nach * Moses gilt die Beschneidung der Knaben als Zeichen des Bundes zwischen dem Volk Israel und * Jahwe (* Genesis 17, 9-14). Darstellungen der Beschneidung Jesu im Tempel sind seit dem 14. Jh. nachweisbar, wobei auf diesen die Beschneidung Jesu entweder vom "Mochel" oder Arzt bzw. einem Priester vorgenommen wird, manchmal auch von * Josef. Oft sind neben den beteiligten Personen noch zahlreiche Menschen zu sehen. Die Wiedergabe Marias auf diesen Bildern steht im Gegensatz zu den rituellen Reinheitsgeboten des Judentums, wonach eine Mutter erst am 40. Tag nach der Entbindung den Tempel wieder betreten durfte. Bei der ältesten bildlichen Darstellung handelt es sich um eine byzantinische * Miniatur in der Handschrift "Menoloium Basileios" (Vatikan. Bibl. in Rom). Da bei der Beschneidung Jesu das erste Mal das Blut des Gottessohnes floss, zählt sie zu den * Sieben Schmerzen Marias.  Das Fest der Beschneidung Jesu wird am 2. Jänner gefeiert.


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