Bilderstreit, Bezeichnung für den in Byzanz entstandenen Streit, ob es erlaubt sei, von * Jesus, * Maria und den * Heiligen Bilder anzufertigen. * Profane Darstellungen waren nach der Spätantike kaum mehr üblich und wurden erst in der Renaissance wieder gebräuchlich. Das Urchristentum hatte bildliche Darstellungen zwar abgelehnt, doch vor allem im Osten nahm der Verehrungskult der Bilder in der 2. Hälfte des 4. Jhdts. immer mehr zu. Dies galt besonders für die Huldigung der so genannten * Acheiropoieta, denen wundertätige Kräfte nachgesagt wurden. Als Gegenstömung formierte sich der Ikonoklasmus (Bilderzerstörung), dessen Anhänger sich auf das AT beriefen: "Du sollst dir kein Schnitzbild machen, noch irgendein Abbild von dem, was droben im Himmel oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde ist." (* Exodus 20, 4-5). Die Ikonoklasten lehnten alle Bilder ab und bedrohten die Ikonodulen (Bilderverehrer) mit Folter und Hinrichtung. Vgl. * Ikonoklasmus mit Lit.


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