Bildersturm, die im Laufe der Reformation im 16. Jh. erfolgte Zerstörung von Heiligenbildern.

Anders als Martin Luther, der trotz Warnungen vor ihrer übergroßen Verehrung die Heiligenbilder in evangelischen Kirchen als Schmuck zuließ, nahmen radikale Reformatoren die Kritik Luthers zum Vorwand, um gegen Heiligenbilder allgemein zu Felde zu ziehen. So organisierte der deutsche Theologe Karstadt (eigentlich Andreas Rudolf Bodenstein) im Jänner 1522 in Wittenberg einen Bildersturm, dem viele  sakrale Gemälde zum Opfer fielen.

Auch die Schweizer Reformatoren Johannes (Jean) Calvin und Ulrich (Huldreich) Zwingli, die Wiedertäufer Johannes van Leyden und Bernhard Knipperdolling sowie der schottische Prediger John Knox riefen ihre Anhänger zur Bilderzerstörung auf. Zum Unterschied vom * Bilderstreit blieben im 16. Jh. die Bilderverehrer weitgehend vor Gewalthandlungen verschont. Als Bildersturm bezeichnet man auch die nach 1933 durch die Nationalsozialisten organisierte Verfolgung der so genannte "Entarteten Kunst".


« Bilderstreit

Bilderuhr »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.