Blaudruck, älteste Art des Zeugdrucks; er war schon im alten China bekannt. Es gibt zwei Varianten des Blaudruckes:

1. Stoff (Zeug) wird zuerst mit Hilfe von * Modeln bedruckt, die nicht in Farbe, sondern in einen aus farbabweisenden Substanzen bestehenden * Papp (Blaudruckpapp oder Reservage genannt) eingetaucht worden sind. Nach dem Eintrocknen der bedruckten Motive oder Ornamente wird der Stoff (Leinwand, Baumwollstoff) mit Färberwaid (Isatis tinctoria L.), seit dem 17. Jh. auch mit Indigo, blau gefärbt. Nach dem Färben des Stoffes entfernt man den Papp in einem Säurebad, und die abgedeckten Stellen erscheinen Weiß auf dem blauen Grund.

2. Der Stoff wird zuerst zur Gänze blau gefärbt, und die Ornamente werden mit Hilfe von vorher in Ätzbeize getauchten Modeln gebleicht. -

Der Blaudruck ist seit dem 16. Jh., vereinzelt auch noch in heutiger Zeit, bei Bettzeug, Vorhängen und auch bei der Frauenkleidung, z. B. Schürzen, gebräuchlich.


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