Blockbuch, xylographisches Buch, seit den 80er Jahren des 19. Jh. übliche Bezeichnung für zusammengehörige, gebundene, als * Blockdruck ausgeführte * Holzschnitte. Die frühesten Blockbücher entstanden um 1430 in den Niederlanden und in Deutschland. Die Erfindung des Buchdrucks mittels einzelner Lettern hatte zur Folge, dass nach 1470 keine Blockbücher mehr hergestellt wurden. Da der Druck auf der Rückseite durchscheint (* Reiberdruck) sind die einzelnen Blätter nur einseitig bedruckt; sie heißen deshalb * Einblattdrucke. Man kennt 33 verschiedene Werke, die als Blockbuch erschienen sind. Erhalten haben sich davon insgesamt nur etwa 100 Exemplare, ein Teil davon in Form von Nachschnitten. Am häufigsten waren Ausgaben der * Biblia pauperum (Armenbibel), wobei die Illustrationen den Hauptteil bilden und die Texte nur aus kurzen Erläuterungen bestehen, manchmal in Form von * Schriftbändern. Auch der * Heilsspiegel und der * Physiologus wurden als Blockbuch herausgegeben. Als Blockbuch erschienen sind außerdem die * Apokalypse, Ausgaben des * Ars-Moriendi-Themas und die so genannten * Planetenbücher.


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