Buddha, im Sanskrit, "der Erleuchtete", "der Erwachte" (chin. Fo; japan. Butsu),

1) einer, der aus eigener Kraft erleuchtet worden ist. Nach der Lehre des Buddhismus gibt es viele erleuchtete Menschen; es leben aber nie zwei Buddhas zur gleichen Zeit.

2) Im besonderen Ehrenname des indischen Religionsgründers Siddhattha oder Gautama, der ungefähr von 560/550-480 v. Chr. gelebt hat. Er stammte aus dem Adelsgeschlecht der Schakja, das zur Kschatrija-Kaste gehörte, und wuchs in einem verschwenderischen Lebensstil auf. Vier Ausfahrten aus dem elterlichen Schloss und die Begegnung mit einem Alten, einem Mönch, einem Kranken und einem Toten beeinflussten das Leben des jungen Mannes entscheidend. Mit 29 Jahren verließ Buddha die Heimat, um den Sinn des Lebens zu ergründen. Da er trotz strengster Askese keine Antwort auf seine Fragen finden konnte, wählte er einen Mittelweg zwischen Überfluss und Enthaltsamkeit, wodurch er mit 35 Jahren die Erleuchtung erlangte. In der frühindischen Kunst wurde Buddha symbolhaft durch Rad, Baum, Thron und Fußabdrücke dargestellt, seit dem 2. Jh. n. Chr. auch figürlich.


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