Büttenpapier, * handgeschöpftes Papier mit ungleichmäßigen, gefransten Rändern, die früher oft weggeschnitten wurden.

Die in der Bütte, d. h. einem Bottich schwimmenden Papierfasern werden mit einer an der Unterseite als Sieb ausgebildeten Form zum Trocknen herausgeschöpft. Das Ausmaß der Form bestimmt die Größe des Papierbogens. Die vom Sieb stammenden "Drahtlinien" oder "Rippen" sind beim Büttenpapier manchmal als feine Riefen zu sehen. Büttenpapier weist oft * Wasserzeichen auf. Bis zur Verwendung der Papiermaschinen im frühen 19. Jh. gab es nur Büttenpapier. Da Büttenpapier heute als exklusiv gilt, echtes Büttenpapier aber teuer ist, wird für Einladungen und Bekanntmachungen (Eheschließung, Sponsion, Promotion etc.) häufig in der Rundsiebmaschine hergestelltes imitiertes Büttenpapier mit aufgerauhten Rändern verwendet.


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