Christkind, Christuskind, * Jesuskind.

1) * Andachtsbild, auf dem das * Jesuskind nackt oder mit einem um die Lenden geschlungenen Leinentuch dargestellt ist.

2) Vollplastisch aus Holz oder Elfenbein geschnitzte oder als Wachsbossierung hergestellte Figur des Jesusknaben. Nonnen durften ein solches Christuskind in die Einsamkeit ihrer Zelle mitnehmen, um es zu verehren. Diese Figuren wurden oft mit prächtigen Gewändern bekleidet und sind in der Literatur auch unter dem Terminus "Bräutigam-Typus" zu finden. Bei der Ausführung als * Faschenkind ist nur der Kopf vollplastisch ausgebildet.

3) Die Christen feiern in der Nacht vom 24. Dezember (Hl. Abend) auf den 25. Dezember (Christfest) in der Mitternachtsmesse (Mette) die Geburt des * Heilands. Im deutschen Raum wird das Christfest meist "Weihnachten" genannt. In Verbindung mit diesem Fest werden seit dem 17. Jh. in vielen christlichen Haushalten Weihnachtskrippen aufgestellt (* Krippe). Der Brauch des mit * Christbaumschmuck und Kerzen versehenen Christ- oder * Weihnachtsbaumes existiert erst seit dem 19. Jh. In vielen Ländern erwarten sich die Kinder am Weihnachtsabend vom Christkind Geschenke. In Amerika, im angelsächsischen sowie im skandinavischen Raum gilt als Gabenspender der Weihnachtsmann (Santa Claus, Jultomte), der mit einem Rentierschlitten vom Himmel kommt und die Geschenke durch den Schornstein oder den offenen Kamin in die Häuser bringt.


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