Christus in der Rast, Christus im Elend, Herrgottsruhbild, seit dem 14. Jh. bekannte Darstellung des sitzenden * Heilands mit * Dornenkrone und Geißelwunden, aber ohne die Wunden der Kreuzesnägel und des Lanzenstichs (Seitenwunde).

Das häufig vollplastisch ausgeführte Passionsmotiv gibt die Szene unmittelbar nach der Dornenkrönung und der Verspottung Christi wieder. Es sind zwei Versionen des Sujets überliefert. Bei der einen hält der häufig in einen Purpurmantel gehüllte und mit der Dornenkrone gekrönte, sitzend dargestellte Christus eine Geißel oder das Spottzepter in den gefesselten Händen. Innerhalb der * Passion gehört dieses Motiv zur Dornenkrönung und wird auch "Herrgottsruhbild" genannt. Beim zweiten Typus stützt Jesus einen Ellbogen an den Schenkeln auf und hält das Kinn bzw. eine Wange mit einer Hand, eine alte Geste der Klage. Diese Art der Gestaltung heißt im Volksmund auch "Zahnwehherrgott". Im Unterschied zu dem Sujet Christus in der Rast, bei dem Jesus im Sitzen wiedergegeben ist, wird der leidende Heiland bei dem in der Leidensgeschichte nachfolgenden * Ecce-homo-Motiv aufrecht stehend dargestellt. Im Gegensatz dazu weist beim so genannten * Erbärmdebild der aufrecht stehende Christus die Seitenwunde und die Wundmale der Kreuzesnägel auf.


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