Christusmonogramm, Chrismon, Christogramm, Chrisma.

Seit dem 3. Jh. sind zwei Versionen des Christusmonogramm als emblematische Namenszeichen überliefert: "IXP", für I (Iota), X (Chi), P (Rho) des griechischen Namens IHCOYC XPICTOC (Jesus Christus) sowie "XP" für XPICTOC (Christus). Das Christusmonogramm wird oft durch den ersten (Alpha) und letzten (Omega) Buchstaben des griechischen Alphabets ergänzt, die Anfang und Ende symbolisieren, manchmal auch durch Symbole (Fisch, Taube). Kaiser Konstantin d. Gr. verwendete seit 312 n. Chr. das Monogramm "X P" (Chi-Rho = CHR.) für die Kaiserstandarte und als Feldzeichen (* Labarum). Seit Bernhardin von Siena (1380-1444) ist auch das Monogramm "IHS" üblich, ursprünglich I (Iota), H (Eta) und Sigma (für S), die ersten drei griechischen Buchstaben des Namens Jesus, lat. interpretiert als "Iesus hominum salvator" (Jesus, Erlöser der Menschen). Eine volksnahe Auslegung für "IHS" war im Mittelalter "Jesus, Heiland, Seligmacher". Im 17. Jh. tritt das IHS-Christusmonogramm vor allem in der Kunst der Jesuiten in Erscheinung und wurde mit der Auflösung "Jesus habemus socium" (wir haben Jesus als Gefährten) auch das Siegel des Ordens.


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