Codex Egberti, von Bischof Egbert von Trier der Abtei St. Paulin in Trier geschenktes * Evangelistar (* Perikopenbuch), das 980-984 von den Mönchskünstlern Kerald und Heribert angefertigt wurde.

Der Codex Egberti ist der älteste erhaltene neutestamentliche deutsche Bildzyklus mit Darstellungen aus dem Leben Christi. Aufgrund der * Ikonographie ist anzunehmen, dass eine byzantinische Vorlage aus dem 9. Jh. verwendet wurde, die ihrerseits auf spätantike Vorbilder zurückgeht, die im Aufbau dem Vergil Codex der Bibliotheca Vaticana aus dem 4./5. Jh. ähnlich gewesen sein dürften. Der Codex Egberti besteht aus 51 breitformatigen * Illuminationen auf zartfarbenem streifigen Grund. Aufbewahrt wird die Handschrift in der Stadtbibliothek Trier. Der Codex Egberti beinhaltet die früheste abendländische Darstellung der * Grablegung Christi. Wiedergegeben sind * Josef von Arimathia und Nikodemus, die den Leichnam Christi in einen Sarkophag legen. Für Bischof Egbert von Trier (um 950-993) wurde auch der so genannte Egbert-Psalter hergestellt (* Reichenauer Schule).


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