Comic, der, engl., "lustig", "drollig",

Abkürzung für streifenförmig angelegte Bilderfolgen, "comic strips" (lustige Streifen) genannt. Gebundene Comics heißen Comic-books. Die bekanntesten Comic-Figuren sind nach wie vor Walt Disneys Mickey Mouse und Donald Duck. Daneben gibt es aber noch eine große Zahl äußerst populärer anderer Comic-Figuren, etwa Asterix und Obelix. Als Vorläufer der Comic strips wurden bei der Lyonel Feininger gewidmeten Retrospektive (die 1944 im Museum of Modern Art in New York stattfand), die von Feininger stammenden Illustrationen für die Chicago Tribune bezeichnet. Die Comics sind die heute bevorzugte Darstellungsform für Seriengeschichten, moderne Märchen, utopische Abenteuerfolgen usw. Der Text zu den Zeichnungen wird in Form von Sprechblasen (speech-balloons) angefügt. Es gibt erschreckende Untersuchungen, welch großen Einfluss die mit einfachem Text versehenen einfachen Zeichnungen zum Teil auf einfache Menschen ausüben. Häufig entscheidet eine gezeichnete Serienheldin oder ein Held, d. h. deren Verhalten, über den Fortbestand zwischenmenschlicher Beziehungen. Comic strips sind manchmal Bestandteil moderner * Collagen und vermitteln durch die Sprechblasen die gewünschte Aussage des Werks. Der Kalifornier Jess Collins stellte Anfang der 1950er Jahre * Collagen her, für die er Teile bekannter Comic strips nach seinen Vorstellungen zusammenstellte, die Geschichten dadurch in seinem Sinne änderte und diese dann Necrofacts nannte. 1962 stellte der Amerikaner Roy Lichtenstein erstmals seine wie Comic strips gemalten Bilder in der Galerie Leo Castelli in New York aus. Während zu dieser Zeit in New York der abstrakte Expressionismus "in" war, bot der von Lichtenstein entwickelte Comic-strip-Stil dem Künstler die Möglichkeit, seine Botschaften gezielt zu artikulieren. Alte Comic-Hefte und -Bücher aus den 1950er Jahren sind gesuchte Sammelartikel.


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