Confessio, lat., "Bekenntnis", "Anerkennung",

Ursprünglich die Vorkammer eines Märtyrergrabes. Als die Heiligen seit dem 5./6. Jh. oft unter dem Hauptaltar einer Kirche bestattet wurden, nannte man diese gruftartige Räumlichkeit Confessio. Sie ist zumeist durch ein Gitter oder eine Tür mit vergittertem Fenster (Fenestella confessionis) von der Rückseite des Altars einsehbar. Leinentücher oder Kleidungsstücke, die durch die Gitterstäbe in die Confessio hinabgelassen wurden, sollten etwas vom Fluidum des Beigesetzten aufnehmen und dadurch Heilkraft und eine * apotropäische Wirkung erhalten; es entstand auf diese Weise eine so genannte Berührungsreliquie (* Brandeum). Die Confessio ist eine Vorform der * Krypta.


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