Danaë, Tochter der Eurydike und des Argiverkönig Akrisios.

Aus Angst vor einem Orakelspruch, wonach er durch den Sohn seiner Tochter sterben werde, schloss Akrisios die Jungfrau mit ihrer Amme in einen ehernen Turm ein, nach anderen Quellen in ein unterirdisches Verlies. Zeus, von der Schönheit Danaës angetan, näherte sich ihr in Form eines Goldregens, und sie gebar ihm * Perseus.

Von Akrisios in einem Holzkasten auf dem Meer ausgesetzt, landeten Mutter und Kind wohlbehalten auf der Insel Seriphos. Polydektes, der König des Eilandes, wollte die schöne Danaë heiraten und war bestrebt, ihren mittlerweile herangewachsenen Sohn loszuwerden. Er entlockte dem Jüngling deshalb das Versprechen, ihm das Haupt der * Medusa zu bringen, da er glaubte, dass Perseus bei diesem Vorhaben sicher den Tod finden werde. Der jugendliche Held tötete aber wider Erwarten die * Gorgo und bestand zahlreiche weitere Abenteuer siegreich.

Im alten Griechenland sagte man "Zeus hyei" (Zeus regnet), d. h. der höchste Gott der Griechen wurde auch als regenspendender Wettergott verehrt (A. B. COOK, Zeus III, Cambridge 1940). Die von ihrem Vater eingekerkerte Danaë, auf deren Körper durch eine Fensteröffnung goldener Regen fällt, war seit dem 16. Jh. ein beliebtes Motiv der Bildenden Kunst. Die Geschichte regte auch die Phantasie von Dichtern und Musikern an (Aischylos, Euripides, Sophokles, R. Strauss u. a.).


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Danaiden »


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