Daniel in der Löwengrube. Anhänger des Drachenkultes forderten vom Perserkönig * Kyros, der Babel erobert hatte, den Tod des Propheten Daniel, weil er einen den Babyloniern heiligen Drachen mit Pech und Haaren gefüttert hatte, um ihn zu töten.

Daniel wurde in eine Grube geworfen, in der sich sieben große hungrige Löwen befanden. Obwohl die wilden Tiere an Menschenfleisch gewöhnt waren, krümmten sie dem Verurteilten kein Haar. Damit Daniel nicht Hunger leide, brachte ein * Engel des Herrn den Propheten Habakuk mit Speisen zur Löwengrube (Daniel 14, 31 ff.). Als der König sieben Tage später Daniel noch am Leben fand, pries er dessen Gott, die Ankläger aber ließ er den Löwen zum Fraß vorwerfen. Das Thema gilt * typologisch als Gegenmotiv des AT für die * Auferstehung Christi und war als Wandmalerei schon in den * Katakomben gebräuchlich. Dargestellt wird Daniel meist jugendlich, bartlos, in * Orantenhaltung, flankiert von zwei ihm zugewendeten Löwen.


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Danielschnalle »


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