Daphnis und Chloë, Hauptfiguren eines Liebesromans des griechischen Dichters Longos aus dem 3. Jh. n. Chr.

Der Knabe Daphnis (griechisch "Lorbeer") und das Mädchen Chloë (griechisch "grüner Spross") waren aus ungeklärten Ursachen ausgesetzt worden und überlebten, von einem Schaf und einer Ziege gesäugt. Die Hirten Lamon und Dryas fanden die Kinder schließlich und nahmen sie zu sich. Die beiden Kinder wuchsen in enger Freundschaft zusammen auf. Als Daphnis von Seeräubern gefangengenommen wurde, spielte Chloë auf einer * Syrinx und brachte dadurch die von den Seeräubern gestohlenen Rinder auf dem Schiff so in Bewegung, dass das Schiff kenterte und Daphnis schwimmend entkommen konnte. Auch Chloë wurde einmal entführt, von * Pan aber wohlbehalten zurückgebracht. Nymphen führten Daphnis schließlich zu einem Schatz, der es dem Jüngling erlaubte, um die Hand Chloës anzuhalten. Bei den Vorbereitungen zur Hochzeit fanden die beiden Liebenden ihre leiblichen Eltern wieder. Die Abenteuer der beiden Hirtenkinder wurden in zahlreichen Bildern festgehalten. Der Roman Daphnis und Chloë und seine Nachdichtungen waren prägend für die Schäferromantik des Rokoko.


« Daphne

Darbringung im Tempel »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.