Darbringung im Tempel, dem jüdischen Gesetz entsprechend, wurde Jesus, wie bei Erstgeborenen üblich, vierzig Tage nach der Geburt durch ein im Tempel dargebrachtes Opfer im Wert von 5 * Schekel vom Tempeldienst befreit (* Lukas 2, 22 ff.).

Bei der Darbringung im Tempel ist immer der greise Priester * Simeon dargestellt, der Jesus als * Heiland erkennt und Maria weissagt (* Mater dolorosa). Zur Erinnerung an die Darbringung im Tempel wurde im Frühchristentum in Rom eine Lichterprozession eingeführt, aus der sich das Fest "Mariae Lichtmess" entwickelte (2. Februar). Als älteste Darstellung der Darbringung im Tempel gilt das Motiv auf dem Mosaik an der Stirnwand des Triumphbogens von Sta. Maria Maggiore in Rom (432-440). Zu den frühen Darstellungen zählt auch das Bild der Darbringung im Tempel im Egbert-Codex (um 980). Sehr bekannt ist das von dem deutschen Maler Stefan Lochner 1447 für den Hochaltar der Kölner Katharinenkirche gemalte Bild mit der Darbringung im Tempel (heute Hessisches Landesmuseum, Darmstadt), bei dem die Szene in das Mittelalter verlegt ist, also das Umfeld ein mittelalterliches Gepräge aufweist.


« Daphnis und Chloë

Darmstädter Künstlerkolonie »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.