Deckengehänge

1) Bezeichnung für das besonders in Bergbauernhöfen Süddeutschlands, Österreichs und Südtirols übliche, aus Holzspänen gefertigte und an einer Schnur über dem Esstisch hängende Tischkreuz. Im Steirischen wird das Kreuz vertikal hängend befestigt, im Kärntner Raum dagegen horizontal. Oft ist das Hängekreuz herzförmig eingerahmt und von * Arma-Christi-Darstellungen umgeben. In manchen Gebieten wird das Kreuz am Ostersonntag vom Hausvater über dem Esstisch aufgehängt, im darauffolgenden Jahr am Karfreitag verbrannt und am Ostersonntag wieder durch ein neues Deckengehänge ersetzt. Das Hängekreuz soll sich immer drehen, weil nach altem Volksglauben sein Stillstand Krieg bedeutet.

2) * Heiliggeisttaube.


« Deckenbild

Deckengemälde »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.