Decorated Style, dem * Early English (1175-1250) übergangslos folgender gotischer Stil von 1250/70-1350. Diese englische Hochgotik übernahm vom Early English Style (englisch Frühgotik) z. B. zwar das Emporengeschoss und die * Bündelpfeiler, orientierte sich sonst aber stärker an der gotischen Bauweise Frankreichs.

Typisch für den Decorated Style sind die Betonung des Horizontalen und die vermehrte Anwendung dekorativer Formen (Netz- sowie Sterngewölbe, stilisierte Blattmuster etc.). Gute Beispiele für den Decorated Style findet man bei einzelnen Bauteilen der Westminster Abbey in London sowie bei den Kathedralen von Exeter, Ely, Lincoln, Wells und York. Der Stil wird zumeist unterteilt in den * Geometrical Style (geometrischen Stil) und den gegen 1300 einsetzenden * Curvilinear Decorated Style, mit kurvigen, schlängelnden Formen, bei dem der * Fischblasen-Dekor eine große Rolle spielte und der Stil wegen seiner fließenden Formen auch "Flowing Style" bzw. "Flowing Tracery" (fließendes * Maßwerk) genannt wird. Während der Geometrical Style vom Londoner Königshof ausging, nahm im 14. Jh. der Einfluss der englischen Hofkunst ab; Bedeutung erlangte dann vor allem die Architektur des ostenglischen Raumes (Ely, Lincoln und York) mit ihren ungebundeneren, freieren Gestaltungsformen.


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Decorative Art »


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