Didos Ochsenhaut, Motiv aus der griechischen Mythologie.

Der machthungrige Bruder der aus Tyros (phönikische Hafenstadt, heute Sur/Libanon) stammenden phönikischen Prinzessin Dido hatte bereits deren Gemahl Acerbas (oder Sychaeus) beseitigen lassen und trachtete nun auch ihr nach dem Leben. Dido oder Elissa (semitisch) floh deshalb mit einem Segelschiff und einigen Getreuen nach Nordafrika. Die Einwohner nahmen sie zwar freundlich auf, wollten die bewaffneten Fremden aber nicht auf Dauer in ihrer Nähe haben und gaben vor, den gewünschten Grund und Boden als Weideland für die eigenen Herden zu benötigen. Da erbat sich die findige Prinzessin vom dortigen König Iarbas nur soviel Land, wie sie mit einer Rinderhaut umspannen könne. Iarbas willigte lachend ein, worauf Dido eine Ochsenhaut in dünne Streifen schneiden und zusammenknüpfen ließ, womit sie dann ein großes Gebiet absteckte. Der Legende nach errichtete Dido auf dem so gewonnenen Land die Festungsanlage Byrsa, aus der sich später Karthago entwickelte.

Das Thema Didos Ochsenhaut war im Barock ein beliebtes Motiv der Bildenden Kunst (* Dido und Äneas).


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