Dioskuren, von griechisch Dios Kuroi, "Söhne des Zeus",

In der griechischen Mythologie Bezeichnung für das Brüderpaar * Kastor und Polydeukes (lat. Pollux). * Leda, die Mutter der Dioskuren, eine Königstochter aus Aitolien, war die Gemahlin des aus Sparta stammenden Königs * Tyndareos; ihre Nachkommen werden deshalb oft auch "Tyndariden" genannt.

Der von der Schönheit Ledas bezauberte * Zeus näherte sich ihr in Gestalt eines Schwans und zeugte mehrere Kinder. Im Allgemeinen gilt der unsterbliche Faustkämpfer Polydeukes als Sohn des Gottes Zeus, der Rossebändiger Kastor dagegen als Nachkomme des Königs Tyndareos. In der Antike wurden die Dioskuren als Schirmherren und Helfer bei Kampfspielen und Schlachten verehrt. Dargestellt findet man sie meist als Jünglinge mit ihren Rossen, z. B. in Form der spätrömischen 5,6 m hohen rundplastischen Pferdebändiger am Quirinal, einem der sieben Hügel Roms, später meist Monte Cavallo (Berg der Pferde) genannt.

Ursprünglich standen die beiden Plastiken vor den ebenfalls am Quirinal befindlichen Thermen des Constantinus. Nachahmungen der Pferdebändiger waren vor allem im Barock und im Historismus beliebt. Besonders bekannt ist die von M. B. Mandl (Mändl) 1695 geschaffene Gruppe bei der Hofmarstallschwemme in Salzburg. Im späten Mittelater wurden die Dioskuren auch als nackte Knaben gestaltet; sie galten als Attribute des Monats Mai.


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