Dukaten, Dukat, von lateinisch ducatus, "Herzogtum",

In der Republik Venedig nach dem Beispiel des Florentiner * Floren seit 1284 geprägte Goldmünze, die auch zecchino genannt wurde (* Zechine). Am * Avers ist * Jesus mit * Mandorla dargestellt, am * Revers der hl. * Markus, wie er den vor ihm knienden Dogen mit der Fahne belehnt. Der Name Dukaten ist aus der * Umschrift der Vorderseite entnommen: "Sit tibi, Christe, datus, quem tu regis iste ducatus" (Dir, Christus, sei dies von Dir regierte Herzogtum dargebracht). Der Wortlaut findet sich erstmals auf einer 1140 von Herzog Roger II. von Apulien geschlagenen Münze. Nach anderen Quellen soll die Bezeichnung Dukaten auf "Dukas", den Beinamen der byzantinischen Kaiser Konstantin X. (reg. 1059-1067) und seines Sohnes Michael (reg. 1071-1078), zurückgehen, deren Goldmünzen während der * Kreuzzüge weit verbreitet waren.

Der Dukaten wurde in Venedig in der gleichen Ausführung bis 1797 geprägt, dem Ende der Republik. Durch die regen Handelsbeziehungen Venedigs gelangte das Goldstück in viele Länder und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass viele Nachahmungen entstanden. Seit 1559 war der Dukaten die Hauptgoldmünze des Hl. Römischen Reiches. Nach der Reichsmünzordnung sollten 67 Dukaten eine kölnische * Mark wiegen und die Feinheit 23 2/3 Karat (= 986 1/9 Tausendstel) sein. Die Prägung des holländischen Dukaten begann 1586 (letzte Prägung 1925 in Utrecht). In Russland und Polen wurden die holländischen Dukaten bis 1868 nachgeprägt. Von der letzten Ausgabe des in der Österreich- ungarischen Monarchie bis 1914 geprägten Dukaten werden in Österreich noch heute Nachprägungen hergestellt. Für die 3,5 Gramm schweren Münzen wird Gold mit dem höchsten * Feingehalt verwendet (23,5-23,66 * Karat).


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