Durchquerung des Roten Meeres. Nachdem * Moses von Gott aufgefordert worden war, das Volk Israel aus der Knechtschaft der Ägypter zu befreien (* Dornbusch, brennender) und es ihm (gemeinsam mit * Aaron) nicht gelungen war, den Pharao zur Freigabe der Israeliten zu bewegen, wurde Ägypten von neun Plagen heimgesucht.

Aber erst nach der zehnten Plage, der * Passahnacht, in der dem Willen * Jahves gemäß, alle erstgeborenen Söhne der Ägypter und alle Erstgeburten des männlichen Viehs starben, schickte der Pharao noch in derselben Nacht nach Moses und Aaron und gab ihnen die Erlaubnis zum * Auszug der Israeliten aus Ägypten. Geleitet wurden die Israeliten von Gott, der ihnen während der Nacht als Feuersäule und tagsüber in Gestalt einer Wolkensäule den Weg wies. Doch schon bald reute den Pharao sein Entschluss, und er verfolgte die Israeliten mit 600 auserlesenen Steitwagen und allen anderen Streitwagen Ägyptens mit je drei Kriegsleuten als Besatzung. Die Israeliten waren unterdessen an der Küste angelangt (bei Pi-Hachirot gegenüber von Baal-Zephon), und Moses erhielt von Gott die Weisung, seinen Stab zu erheben und seine Hand über dem Wasser auszustrecken. Da teilten sich die Wogen und das Volk Israel konnte trockenen Fußes den Meeresarm durchqueren. Am anderen Ufer streckte Moses auf Geheiß des Herrn wieder seinen Arm mit dem Stab aus, die Wasser strömten zurück und ertränkten die nachstürmenden Ägypter (* Exodus 14, 5-31). Die Durchquerung des Roten Meeres ist ein häufig dargestelltes Motiv der Bildenden Kunst. Beliebt war das Motiv u. a. als Sarkophagschmuck und auf Taufbecken, da der Durchzug durch das Rote Meer als Sinnbild der christlichen Taufe angesehen wird.


« Durchbrucharbeit

Durchschlagen der Farbe »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.