Emaillack, Kaltemail, hochglänzende Lacke auf Öl-Harz-Basis, wobei die * Pigmente z. B. mit Kopalfirnis oder Mastix angerieben sind. Die Aufbringung der Lacke erfolgt mit Pinseln, die Malerei wird nicht eingebrannt. Bereits in der Renaissance benutzten Goldschmiede Emaillack als Ersatz für * Email. Bei Verwendung von Mastix wurden die Objekte nach der Bemalung bisweilen erhitzt, wodurch sich der emailähnliche Effekt noch verstärkte. Die Erwärmung erfolgte aber nicht in dem Ausmaß wie bei * Maleremail, das eingebrannt wird. Auch die Glaskünstler (um 1530 in Venedig und gegen 1570/80 in Tirol) verwendeten Emaillack, wobei die Verarbeitung in der Technik der * Hinterglasmalerei erfolgte. Auch Keramiken sind oft mit Emaillack verziert. Besonders häufig findet man Kaltemailmalereien bei den aus Bronze bestehenden Teilen * chryselephantiner Plastiken, wie sie im Jugendstil und Art deco modern waren.


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