Emanuelinischer Stil, portugiesischer Baustil der Frührenaissance, benannt nach Emanuel I. d. Gr. (König von 1495-1521).

Durch die Expansionspolitik des Königs, den man auch "den Glücklichen" nannte, wurde der von Gotik und Renaissance beherrschte Emanuelinische Stil über die Grenzen Portugals bekannt. Stilelemente des Emanuelinischen Stils sind u. a. die reiche Verzierung der Hauptgesimse und Portale sowie gewundene Säulen und von * Stabwerk umrahmte * Arkaden. Oft ist ein starker maurischer Einfluss erkennbar, etwa bei dem Anfang 16. Jh. erbauten Königsschloss von Cintra. In der 2. Phase des Emanuelinischen Stils traten naturalistische Elemente wie Blattgirlanden und * Astwerk in den Vordergrund, wofür das von João de Castilho erbaute Kloster der Christusritter in Thomar ein gutes Beispiel ist. In Spanien herrschten zur gleichen Zeit der * Isabellinische Stil und der * Platereskenstil.


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