Epiphanie, von griechisch epiphaneia, "Erscheinung",

Bezeichnung für die Erscheinung einer Gottheit bzw. eines als Gott verehrten Herrschers. Der Terminus wird in der christlichen Kunst für Erscheinungen des auferstandenen * Heilands verwendet (vgl. * Auferstehung Christi, * Jesus als Gärtner, * Noli me tangere).

Seit Ende des 3. Jh. feierte man in der griechischen Kirche nach dem Vorbild der Basilianer, der Anhänger des hl. Basilius, den 6. Januar als Fest der Epiphanie, der Erscheinung und Erinnerung an die Taufe Jesu und auch als Geburtsfest Jesu. Als späterhin übereinstimmend mit der römischen Kirche auch die griechische Kirche das Geburtsfest Jesu auf den 25. Dezember festgesetzt hatte, wurde das Epiphaniefest als Tauffest beibehalten. Im Abendland brachte man das Fest mit der Ankunft der "Weisen aus dem Morgenland" in Verbindung und gedachte der Ankunft des Gottessohnes im übertragenen Sinn durch die Erinnerung an die * Anbetung des Jesuskindes durch die Heiligen Drei Könige. Das auf den 6. Januar fallende Dreikönigsfest heißt offiziell Fest der Epiphanie, doch ist dieser Ausdruck bei den Katholiken im deutschsprachigen Raum wenig gebräuchlich.


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