Erinyen - Erinnyen(griechisch Erinyes, lateinisch Furiae), drei meist gemeinsam auftretende altgriechischen Fluch- und Rachegöttinnen; ihre Namen sind Alekto (die nie Ablassende), Megaira (Megäre, die Neiderin) und Tisiphone (die Rächende).

Den Erinyen entsprechen die römischen * Furien. Sie werden auch Töchter der Nacht genannt und verfolgen rastlos und unbarmherzig alle Frevler. Vor allem Blutschuld und Meineid werden von ihnen bestraft. Die Erinyen wurden ursprünglich mit langen Gewändern bekleidet dargestellt, später auch im kurzen Chiton, manchmal furchterregend, mit schwarzen Körpern, Schlangenhaaren, Fledermausflügeln und blutunterlaufenen Augen, mit Geißeln und Fackeln in Händen. Da es Unheil bringen soll, den Namen Erinyen auszusprechen, wurden sie gewöhnlich "Eumeniden", die Wohlwollenden, genannt.

Über die Entstehung der Erinyen/Furien, wird in der Mythologie folgendes berichtet: Aus der Verbindung der Erdmutter * Gäa mit * Uranos, der Personifikation des Himmels, gingen die * Kyklopen und * Titanen hervor. Da Uranos die Kyklopen in den * Tartarus geworfen hatte, verleitete Gäa die Titanen unter Führung von * Kronos, des Letztgeborenen, Uranos zu entmachten. Sie gab Kronos ein aus Feuerstein gefertigtes Sichelmesser, mit dem Kronos die Genitalien seines Vaters abtrennte, als dieser schlief. Er schleuderte sie mitsamt dem Messer bei Kap Depranon ins Meer, wobei aus den zur Erde gefallenen Blutstropfen die Erinyen/Furien entstanden sein sollen.


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