Esau, erstgeborener Sohn * Isaaks und * Rebekkas.

Während der Schwangerschaft ging es Rebekka so schlecht, dass sie meinte, sterben zu müssen, und deshalb * Jahve anrief. Gott eröffnete ihr, dass sich zwei Söhne in ihrem Leibe stießen, die zu Ahnherren zweier Stämme ausersehen seien, wobei dereinst der erstgeborene dem jüngeren dienen werde. Der Körper des erstgeborenen Esau wies eine starke rote Behaarung auf, zum Unterschied von der feinen Haut seines Bruders * Jakob.

Esau war ein begeisterter Jäger und wurde als Erstgeborener von seinem Vater bevorzugt; Rebekka hingegen liebte Jakob. Als Esau eines Tages mit großem Hunger nach Hause kam, kaufte Jakob seinem Zwillingsbruder das Erstgeborenenrecht um ein "Linsengericht" ab. Geprellt wurde Esau weiters um den Segen seines erblindeten Vaters. Dieser hatte Esau zu sich rufen lassen und ihm aufgetragen, auf die Jagd zu gehen. Da er nicht wisse, wie lange er noch zu leben habe, sollte ihm Esau einen Wildbretschmaus zubereiten, der sein Lieblingsgericht war. Dann wollte Isaak den göttlichen Segen an seinen Erstgeborenen weitergeben. Rebekka hatte die Worte ihres Mannes gehört und trug ihrem Lieblingssohn Jakob auf, zwei Ziegenböckchen zu schlachten, um aus deren Fleisch ein köstliches Mahl zu bereiten. Mit dem Fell der getöteten Tiere umwickelte sie die Arme und den Hals Jakobs und hieß ihn, seinem Vater das Essen zu bringen. Dieser vermeinte, Esau hätte ihm den versprochenen Wildbraten gebracht, hieß seinen Sohn näher treten und befühlte dessen Arme, die für den Erblindeten durch die Ziegenfelle von den haarigen Armen Esaus nicht zu unterscheiden waren. So erhielt Jakob den seinem Bruder Esau zugedachten väterlichen Segen (* Genesis 27, 1 ff.). Die Szene war ein beliebtes Thema der christlichen Kunst.


« Erzväter

Eschatologie »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.