Faltenbildung, in der Bildenden Kunst bei der Darstellung von Bekleidung und * Draperien etc. die Wiedergabe der Biegungen und Knickungen, die in der Vergangenheit oft nicht naturalistisch ausgebildet, sondern dem der jeweiligen Zeit gemäßen Formenkanon entsprechend gestaltet wurden. Während der gewölbte Teil als Wulst und die höchste Ausbildung desselben Scheitel genannt wird, heißt die zwischen zwei Wülsten befindliche Vertiefung Kehle. Bei mehreren übereinanderliegend ausgeführten, in etwa waagrechter Richtung verlaufenden Falten spricht man von Faltenkaskaden. In der Form eines "Y" gestaltete Falten werden * Y-Falten und Falten mit taschenförmig rundlich ausgeführter Kehle * Schüsselfalten genannt. Wie bei einem * Pfeifenkragen röhrenförmig verlaufende Falten heißen Röhrenfalten. Mehrere dicht nebeneinander befindliche, vertikal drapierte Falten werden als Faltenbündel bezeichnet. Eine besonders reiche Faltenbildung, bei der die Falten in verschiedene Richtungen verlaufen, wie bei Barockfiguren bisweilen der Fall, heißt Faltenwirbel.


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