Faustrohr, alte Bezeichnung für die mit einem * Radschloss versehene langläufige Reiterpistole des 16./17. Jh.

Die Griffe dieser * Faustfeuerwaffen sind gegenüber dem Lauf nicht abgewinkelt, sondern in der Flucht des geschäfteten Laufs fortgesetzt und enden in einer großen Kugel. Die Schäftungen weisen häufig als Verzierungen schöne * Intarsien aus Bein oder Elfenbein auf. Durch alte Darstellungen ist belegt, dass solche Schusswaffen auch bei der zu Ross vorgenommenen Hetzjagd auf Hirsche eingesetzt wurden (* Parforcejagd). Radschlosspistolen, deren Griff gegenüber der Laufrichtung abgewinkelt ist, heißen Puffer. Auch bei ihnen endet der Handgriff in einer großen, meist reichverzierten Kugel.


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Faustulus »


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