Feder

1) in der Tischlerei Bezeichnung für an Brettkanten in mehrfacher Ausführung herausgearbeitete Vorsprünge, die in der Weise ausgeführt sind, dass sie genau in Ausnehmungen (Nuten) eines anderen Brettes passen, wodurch nach der Verleimung eine sehr stabile Verbindung entsteht.

2) Zwei schmale, im * Schaft eingelassene und vernietete Eisenbänder, als Fortsetzung und Stabilisierung der * Tülle von * Stangenwaffen (* Hellebarde, * Sauspieß etc.). Sie sollten auch verhindern, dass das Eisen der Waffe vom Holzschaft durch einen Hieb abgeschlagen wurde.

3) Schreibgerät für * Tinte, * Tusche oder auch * Goldfarbe. Ursprünglich wurden Schreibrohre, d. h. * Rohrfedern aus Schilfrohr (lat. canna) und Federn aus den Kielen großer Vogelfedern (lateinisch penna) verwendet. Die Federn wurden von den Schreibern mit dem * Feder-Messer meist selbst zugerichtet. Seit der 2. Hälfte 19. Jh. sind Metallfedern in Gebrauch. Aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jh. stammen spitzkegelige Glasfedern mit spiraligen Tintenkanälen.

4) Chr. * Huygens entwickelte 1675 die Spiralfeder als Uhrantrieb, als Ersatz für die Antriebsgewichte.

5) Bezeichnung für den Teil des Batterie- oder Steinschlosses, der zum Spannen des Hahns dient.


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Federal Style »


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