Federkielkruzifix, im Allgemeinen zur Gänze aus Elfenbein geschnitztes 5-6 cm langes * Kruzifix, das so schmal ausgeführt ist, dass es der Länge nach in einem als Schutzhülle dienenden Federkiel Platz findet. Ein am unteren Ende des Längsbalkens befindlicher kleiner runder Sockel dient dem Halt im Inneren des Kiels. Bedingt durch den nur ca. 4 mm großen Querschnitt eines Gänsefederkiels ist der Querbalken des Kreuzes sehr kurz und die Christusfigur in * jansenistischer Manier gestaltet, d. h. mit hochgestreckten Armen. Federkielkruzifixe zählen zu den * Miniaturschnitzereien und wurden vom 16.-19. Jh. hergestellt, u. a. im Schnitz- und Drechselzentrum Berchtesgaden. Von den "Kreuzerlmachern" namentlich bekannt ist die in Wien und Regensburg (1731) tätig gewesene Kunstgewerblerin Anna Felicitas Neuberger, eine Tochter des Wachsbossierers Daniel Neuberger d. J.


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Federkielstickerei »


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