Flohfalle, 2-5 cm hoher gedrechselter, eichel- oder birnenförmiger aufschraubbarer Behälter aus Holz, Bein, Elfenbein oder vegetabilem Elfenbein mit rundum angeordneten senkrechten schmalen Schlitzen.

Im Innern der Flohfalle befand sich auf einem Stempel oder einem Stück Gewebe ein Gemisch aus Blut, Honig, Harz und verschiedenen Duftstoffen. Vom Geruch angezogen, blieben die Flöhe auf der klebrigen Masse haften. Flohfallen wurden wegen der stark verbreiteten Flohplage früher von Damen unter den weiten Röcken getragen. Der Umstand, dass Flöhe nicht nur lästig sind, sondern als Überträger von Krankheiten auch eine Gefahr darstellen, war den Menschen früher nicht bekannt (vgl. * Pest). Die Flohplage ist auch in der Bildenden Kunst dokumentiert, u. a. auf dem 1720-25 entstandenen Bild "Der Floh" von Giuseppe Maria Crespi, auf dem eine junge Frau in ihrem Kleidausschnitt nach einem solchen Quälgeist sucht (Uffizien, Florenz).


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